die Onleihe enio24. Irische Reise

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Ein Sack Saatkartoffeln im kleinen Hafen von Bunbeg verrät es: Noch ist die Familie Kelly nicht umgezogen auf die kleine raue, fast verlassene Insel an der irischen Westküste, noch muss sie in ihrem Häuschen im Norden zu finden sein. Walter Kaufmann begibt sich auf die Spur dieser vielköpfigen liebenswerten katholischen Familie und begleitet sie in ihr neues Zuhause. - Hochzeit in Dundalk: Guinness - das schmackhafte schwarze Bier -, Musik, Gesang, Geselligkeit. Sehen Hochzeiten in Irland nicht immer so aus? Nur hier im Süden ist diese Hochzeit möglich, ohne Schüsse oder Bomben fürchten zu müssen: denn die Braut ist katholisch, der Bräutigam Protestant. - 'Kein Grund zur Besorgnis, wenn hier Landminen lägen, wäre ich der Erste, der's erfährt. Die werden doch nicht ihren Tierarzt opfern', sagt Doc Flannagan. Aber ohne ihn hätte dieser Abstecher in den nordirischen Grenzort, wo gerade wieder einmal ein britischer Offizier entführt und ermordet wurde, ein böses Ende finden können. Abenteuerlust und Liebe zu diesem Land führten Walter Kaufmann im Jahr 1977 quer durch die grüne Insel Irland. Walter Kaufmann (eigentlich Jizchak Schmeidler) wurde 1924 in Berlin als Sohn einer jüdischen Verkäuferin geboren und 1926 von einem jüdischen Anwaltsehepaar adoptiert. Er wuchs in Duisburg auf und besuchte dort das Gymnasium. Seine Adoptiveltern wurden nach der Reichskristallnacht verhaftet, kamen ins KZ Theresienstadt und wurden im KZ Auschwitz ermordet. Ihm gelang 1939 mit einem Kindertransport die Flucht über die Niederlande nach Großbritannien. Dort wurde er interniert und 1940 mit dem Schiff nach Australien gebracht. Anfangs arbeitete er als Landarbeiter und Obstpflücker und diente als Freiwilliger vier Jahre in der Australischen Armee. Nach 1945 verdiente er seinen Lebensunterhalt als Straßenfotograf, auf einer Werft, im Schlachthof und als Seemann der Handelsmarine. 1949 begann er seinen ersten Roman, der 1953 in Melbourne erschien. 1957 übersiedelte er in die DDR, behielt jedoch die australische Staatsbürgerschaft. Seit Ende der 1950er Jahre ist Walter Kaufmann freischaffender Schriftsteller. Ab 1955 gehörte er dem Deutschen Schriftstellerverband und ab 1975 der PEN-Zentrum der DDR, dessen Generalsekretär er von 1985 bis 1993 war. Er ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Walter Kaufmann war außerdem in mehreren DEFA-Filmen als Darsteller tätig, teilweise unter dem Pseudonym John Mercator. Auszeichnungen 1959: Mary Gilmore Award 1961, 1964: Theodor-Fontane-Preis des Bezirkes Potsdam 1967: Heinrich-Mann-Preis 1993: Literaturpreis Ruhrgebiet

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